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Ratgeber UGC

UGC Creator Verdienst: Was du pro Video verlangen kannst

In unserer Erfahrung liegen UGC-Videos typischerweise bei 150 bis 500 € pro Video. Im Netz stehen Spannen von 50 bis 1.000 €, weil Nutzungsrechte, Schnitt und Erfahrung den Preis stark verändern.

Von der OM Creator AcademyAktualisiert am 20. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Symbolbild: Frau hält eine Pumpflasche vor ein Smartphone auf dem Stativ und dreht ein Produktvideo
Symbolbild (KI-generiert)
Inhalt dieser Seite
  1. UGC Creator Verdienst: Die typische Spanne pro Video
  2. Warum Zahlen im Netz von 50 € bis 1.000 € reichen
  3. Was bestimmt den Preis eines UGC-Videos?
  4. Pakete statt Einzelpreise: So rechnest du
  5. Wie viel verdient man als UGC Creatorin im Monat?
  6. Was Kundinnen berichten: Preise, Deals und Einnahmen
  7. So erhöhst du deine Preise Schritt für Schritt
  8. Von Einzelaufträgen zu Monatsumsätzen: UGC und Social Media Management
  9. Brutto, netto, Steuern: Was vom Preis bleibt
  10. Für Marken: Was kostet ein UGC-Video, und worauf kommt es an?
  11. Ehrliche Grenzen: Warum Einnahmen schwanken
  12. Häufige Fragen
  13. Quellen

Eine UGC Creatorin kann in unserer Erfahrung typischerweise 150 bis 500 € pro Video verlangen. Das ist eine Marktspanne, die wir bei Creatorinnen sehen, keine Einkommensprognose für dich. Du legst deine Preise selbst fest, und wie viel im Monat bei dir ankommt, hängt von der Zahl deiner Aufträge, deinem Preis und deiner Zeit ab.

Wenn du als Marke ein UGC-Video einkaufen willst, hilft dir diese Seite ebenfalls: Die Tabellen zeigen, warum Angebote so weit auseinanderliegen und worauf du achten solltest. Die Zahlen stammen aus unserer Erfahrung, aus öffentlich zugänglichen Ratgebern und aus Berichten von Kundinnen. Wo eine Zahl von einem Anbieter stammt, steht das dabei.

UGC Creator Verdienst: Die typische Spanne pro Video

In unserer Erfahrung liegen UGC-Videos typischerweise bei 150–500 € pro Video. Wo du in dieser Spanne landest, hängt vor allem von den Rechten, dem Schnitt und deiner Erfahrung ab. Es ist ein Erfahrungswert aus unserer Arbeit mit Creatorinnen, kein Mindestpreis und kein Versprechen.

Eine Zahl pro Video ist noch kein Verdienst. Daraus wird erst ein Monatsumsatz, wenn du Aufträge hast. Wie das zusammenpasst, rechnen wir unten durch. Vorher lohnt sich ein Blick darauf, warum die Angaben im Netz so weit auseinanderliegen.

Warum Zahlen im Netz von 50 € bis 1.000 € reichen

„Ein UGC-Video“ meint ganz Verschiedenes: einen unbearbeiteten Clip zur Weiterverarbeitung oder ein fertig geschnittenes Video, das ein Jahr lang als Anzeige läuft. Wer Preise vergleicht, ohne Rechte und Umfang zu vergleichen, vergleicht zwei verschiedene Dinge.

QuelleSpanne pro VideoEinordnung
Unsere Erfahrung (OM Creator Academy)150–500 €Erfahrungswerte aus der Arbeit mit Creatorinnen. Typische Spanne, keine Garantie.
Ratgeber im Netz, Einsteigerinnen50–200 €Angabe eines Ratgeber-Anbieters. Zeigt, wie niedrig Einstiegspreise ausfallen können.
Ratgeber im Netz, Erfahrene400 € beziehungsweise 500–1.000 €Angabe eines Ratgeber-Anbieters für Creatorinnen mit Erfahrung.
UGC-MarktplatzDurchschnitt 76 € für ein 30-Sekunden-Video in DeutschlandPlattformangabe, nicht neutral. Ein Durchschnitt zeigt nicht, welche Rechte und welcher Umfang im Preis stecken.
Olivia über ihre CreatorinnenFrüher 150 €, heute knapp 330 € (1.000 € für drei Videos)Aussage Olivias, Einzelfall.
Sophie, UGC Creatorin4.500 € für zehn Videos, rechnerisch 450 € pro VideoAussage Sophies. Den Preis pro Video haben wir ausgerechnet.

Keine dieser Zahlen ist falsch. Sie beschreiben unterschiedliche Leistungen, unterschiedliche Erfahrung und verschiedene Interessen: Eine Plattform, die Aufträge vermittelt, verfolgt andere Interessen als du als Creatorin. Ihr Durchschnitt ist deshalb ein Datenpunkt und kein Maßstab.

Was bestimmt den Preis eines UGC-Videos?

Den größten Einfluss haben die Nutzungsrechte, danach Schnitt und Umfang. Je weiter die Marke ein Video einsetzen darf, desto mehr ist es für sie wert, und desto höher darf dein Preis sein.

FaktorWirkung auf den PreisWas du klären solltest
NutzungsrechteGrößter Hebel. Läuft das Video als Anzeige, ist der Wert für die Marke höher als bei rein organischer Nutzung.Wo darf das Video laufen, wie lange und in welchen Kanälen?
SchnittEin fertiges Video mit Untertiteln und Ton ist mehr Arbeit als Rohmaterial.Rohmaterial oder fertiges Video?
Anzahl und LängeMehr Videos und mehr Varianten bedeuten mehr Aufwand.Wie viele Videos, wie viele Hook-Varianten?
ExklusivitätWenn du in der Zeit nicht für Konkurrenzmarken arbeiten darfst, verzichtest du auf Aufträge.Für welche Kategorie und wie lange?
Skript und KonzeptEntwickelst du die Idee selbst, ist das Zusatzarbeit.Liefert die Marke das Skript oder du?
Erfahrung und ReferenzenMit Referenzen kannst du mehr verlangen.Welche Beispiele kann ich zeigen?
Produkt und NischeErklärungsbedürftige Produkte brauchen mehr Vorbereitung.Muss ich das Produkt erst kennenlernen?
Lieferzeit und ÜberarbeitungKurze Fristen und viele Änderungsrunden sind Mehraufwand.Wie viele Runden sind enthalten?

Die Begriffe, die dabei fallen, findest du im Glossar. Das Thema „Wer darf was mit meinem Video?“ ist ein Punkt, an dem Einsteigerinnen leicht Geld liegen lassen: Sie verkaufen weitreichende Rechte zum Preis eines einfachen Clips.

Pakete statt Einzelpreise: So rechnest du

Verkaufe Pakete statt einzelner Videos. Ein Paket macht Angebote vergleichbar, spart Verhandlungen und gibt der Marke etwas zum Testen. Es legt fest, was drinsteckt, nicht nur, was es kostet.

Eine Beispielstruktur (kein Preisvorschlag):

  • drei Videos, jedes mit eigenem Hook
  • Schnitt mit Untertiteln und Ton
  • eine Überarbeitungsrunde
  • Nutzungsrechte für organische Kanäle und Anzeigen, für einen festgelegten Zeitraum
  • Lieferung innerhalb einer vereinbarten Frist

Wie sich verschiedene Pakete rechnen, zeigt die folgende Tabelle. Es sind Rechenbeispiele, keine Prognosen.

RechenbeispielRechnungErgebnis
Kleines Einsteigerpaket (Annahme)3 Videos × 150 €450 €
Zwei aufwendigere Videos (Annahme)2 Videos × 500 €1.000 €
Olivias Beispiel (Aussage)3 Videos zu knapp 330 €rund 1.000 €
Rohmaterial-Paket (Aussage Olivias)825 € für 3 Videos275 € pro Video
Sophies Deal (Aussage, Rechnung von uns)4.500 € für 10 Videos450 € pro Video
Symbolbild: Holztisch mit Laptop, Notizbuch und Tasse – ein ruhiger Arbeitsplatz
Ein ruhiger Arbeitsplatz mit Laptop, Notizbuch und Tasse: Hier entstehen Angebote und Preislisten Symbolbild

Wie viel verdient man als UGC Creatorin im Monat?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, weil es von der Zahl der Aufträge, deinem Preis und deiner Zeit abhängt. Statt einer Zahl bekommst du eine Rechnung, mit der du deinen eigenen Fall durchspielen kannst.

Monatsumsatz = bezahlte Videos × Preis pro Video. Davon gehen Steuern, Ausgaben und unbezahlte Zeit ab. Ein Rechenbeispiel zeigt den Hebel des Preises: Möchtest du 1.000 € Umsatz erreichen, brauchst du bei 500 € pro Video zwei bezahlte Videos, bei 150 € pro Video sieben.

Genauso wichtig ist dein Stundenwert. Rechenbeispiel (Annahme, keine Messung): Ein Video für 150 €, für das du insgesamt fünf Stunden brauchst, ergibt 30 € pro Stunde vor Steuern. Brief lesen, Skript, Dreh, Schnitt und Absprachen zählen alle dazu. Akquise und Buchhaltung kommen oben drauf. Zum Einordnen: Hootsuite nennt für freiberufliche Social Media Manager in Deutschland etwa 20 € pro Stunde als Ausgangspunkt und rund 70 € pro Stunde für Top-Expertinnen im Durchschnitt.

Mit etwa fünf Stunden pro Woche ist deine Zeit der Engpass, nicht die Nachfrage. Deshalb lohnt es sich, Preise und Pakete so zu bauen, dass sich dein Aufwand rechnet. Wie du Schritt für Schritt startest, zeigt UGC Creator werden.

Was Kundinnen berichten: Preise, Deals und Einnahmen

Die folgenden Berichte zeigen, wie unterschiedlich Preise und Ergebnisse ausfallen können. Es sind Einzelfälle in den Worten der Frauen, kein Maßstab für dich.

Preise erhöhen: Olivia über ihre Creatorinnen

Olivia erzählt, dass Creatorinnen, mit denen sie arbeitet, ihre Preise erhöht haben: Eine nahm früher 150 € pro Video, inzwischen knapp 330 €, also 1.000 € für drei Videos. Eine andere nahm 825 € für drei Videos, nur Rohmaterial ohne Schnitt.

Man denkt ja häufig, für UGC kann man nur 80 Euro für ein Video nehmen. Nein, du musst deinen Wert kennen.

Olivia Malcher, Gründerin der OM Creator Academy
Olivia über die Preise ihrer CreatorinnenOlivia Malcher, Gründerin der OM Creator Academy„Man denkt ja häufig, für UGC kann man nur 80 Euro für ein Video nehmen. Nein, du musst deinen Wert kennen.“

Ein Deal über zehn Videos: Sophie

Sophie ist seit über einem Jahr UGC Creatorin und hatte das Gefühl, ihr Business sei stehen geblieben. Nach der ersten Woche schloss sie nach ihrer Aussage einen Deal über zehn Videos mit einer Marke ab, mit der sie schon zweimal gearbeitet hatte. Wert: viereinhalbtausend Euro. In der Rechnung sind das 450 € pro Video. Gelernt habe sie, sich klarer zu positionieren, ihren Wert gegenüber Marken zu kommunizieren und strategischer an ihr Business zu gehen. Ihre Geschichte steht auch unter Sophie: Deal über zehn Videos.

Sophie · Deal über zehn VideosUGC Creatorin seit über einem Jahr„Ich habe nach der ersten Woche einen Deal über 10 Videos abgeschlossen, mit einer Brand, mit der ich schon zweimal zusammengearbeitet hab.“

Höhere Einnahmen: Anna und eine Kundin aus Sri Lanka

Olivia erzählt von Anna, die Krankenschwester war, eine längere Pause einlegte und lernte, wie man UGC macht und Social-Media-Accounts managt. Anna schickte Olivia eine Sprachnachricht: Sie habe „die 7k erreicht“, Olivia nennt das 7.000 € im Monat. Das ist Annas eigene Angabe, ein Einzelfall. Aus dem Video geht nicht hervor, wie sich die Summe zusammensetzt und wie lange der Weg dauerte. Mehr steht in Annas Geschichte.

Eine andere Kundin sagt, sie habe sich nach nur drei Monaten ein Vollzeiteinkommen mit UGC und Social Media Management aufgebaut und arbeite jetzt aus Sri Lanka. Auch das ist ihre Aussage.

Das sind Berichte einzelner Frauen. Ergebnisse unterscheiden sich von Frau zu Frau; eine Garantie für ein bestimmtes Einkommen gibt es nicht.

So erhöhst du deine Preise Schritt für Schritt

Du erhöhst Preise, indem du Wert sichtbar machst und neue Preise zuerst bei neuen Anfragen ausprobierst. Dafür brauchst du keine Tricks.

  • Prüfe jeden Preis nach dem Auftrag. Faustregel: Sagt eine Marke ohne Rückfrage zu, war dein Preis möglicherweise zu niedrig.
  • Preise Rechte getrennt aus. Organische Nutzung und Anzeigen sind zwei verschiedene Leistungen.
  • Sammle Referenzen. Zwei, drei zufriedene Marken mit sichtbaren Beispielen erlauben dir höhere Preise.
  • Bau Pakete mit Mehrwert. Hook-Varianten, ein zweites Format oder schnelle Lieferung kannst du gesondert berechnen.
  • Teste den neuen Preis bei neuen Anfragen. Bestehende Marken informierst du rechtzeitig.
  • Hol dir Rückendeckung. Preise, Angebote und Verträge gehören bei uns zu Simons Aufgaben. Die Frage „Was darf ich dafür verlangen?“ geht an ihn.

Von Einzelaufträgen zu Monatsumsätzen: UGC und Social Media Management

UGC bringt dir Auftrag für Auftrag, Social Media Management bringt wiederkehrende Monatsumsätze. Viele Creatorinnen kombinieren beides, weil einzelne Videos schwanken und eine monatliche Betreuung planbarer ist.

ModellErfahrungswerte (typische Spanne)Charakter
UGC-Video150–500 € pro VideoEinzelauftrag
Social Media Management1.000–2.500 € pro Monat und betreutem KanalWiederkehrend
Komplettes Marketing (Content, Kanäle und Werbung aus einer Hand)3.000–6.000 € pro Monat und KundinWiederkehrend, anspruchsvoller

Auch das sind Spannen aus unserer Erfahrung, keine Prognosen. Du legst deine Preise selbst fest. Wie sich die Preise für Betreuung zusammensetzen, steht in Social Media Management Preise. Wie die Kombination funktioniert, beschreibt UGC und Social Media Management.

Symbolbild: Frau arbeitet am Laptop mit Auswertungen zu Social-Media-Kanälen
Eine Frau arbeitet am Laptop mit Auswertungen zu Social-Media-Kanälen: Betreuung bringt wiederkehrende Umsätze Symbolbild

Brutto, netto, Steuern: Was vom Preis bleibt

Der Preis auf deiner Rechnung ist nicht dein Gewinn. Frag bei jedem Angebot, ob die Marke einen Netto- oder Bruttobetrag meint, und plane Steuern von Beginn an ein.

  • Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG): Sie gilt, wenn dein Umsatz im Vorjahr bis zu 25.000 € netto betrug und im laufenden Jahr voraussichtlich bis zu 100.000 € beträgt. Diese Grenzen gelten seit dem 1. Januar 2025, vorher waren es 22.000 € und 50.000 €. Beide Grenzen müssen erfüllt sein, und gewerbliche und freiberufliche Umsätze einer Person werden zusammengerechnet.
  • Was sie bedeutet: Die Regelung betrifft nur die Umsatzsteuer. Einkommensteuer fällt trotzdem an. Auf der Rechnung steht dann der Hinweis auf § 19 UStG.
  • Gewerbesteuer: Für Einzelunternehmerinnen fällt sie erst ab einem Gewerbeertrag von 24.500 € an, die Höhe richtet sich nach dem Hebesatz der Gemeinde.
  • Vorauszahlungen: Bei regelmäßigen Gewinnen kann das Finanzamt Einkommensteuer-Vorauszahlungen festsetzen. Als Orientierung gilt: Leg einen Teil jeder Rechnung zurück. Wie viel, klärt die Steuerberatung.

Wie du dein Gewerbe anmeldest, was in die Rechnung gehört und was ein Auftrag regeln sollte, erklärt UGC Gewerbe anmelden.

Für Marken: Was kostet ein UGC-Video, und worauf kommt es an?

Für Marken gilt: Ein UGC-Video kostet je nach Rechten, Schnitt und Erfahrung der Creatorin sehr unterschiedlich viel. In unserer Erfahrung liegen typische Preise bei 150–500 € pro Video. Wichtiger als die Zahl ist die Frage, was im Preis steckt.

Ein gutes Angebot nennt:

  • Anzahl und Länge der Videos
  • Rohmaterial oder fertig geschnittenes Video
  • Hook-Varianten, falls gewünscht
  • Nutzungsrechte nach Dauer, Kanälen und Anzeigeneinsatz
  • Zahl der Überarbeitungsrunden und Lieferzeit
  • Exklusivität, falls vereinbart
  • Netto-Preis und, falls zutreffend, den Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung

Ein sehr niedriger Preis bedeutet nicht automatisch schlechte Qualität. Er kann Rohmaterial ohne Schnitt, enge Rechte oder wenig Erfahrung bedeuten. Frag nach, was im Preis steckt, statt nur Zahlen zu vergleichen.

Ehrliche Grenzen: Warum Einnahmen schwanken

Mit UGC verdienst du Geld, aber nicht gleichmäßig und nicht von Anfang an. Das solltest du wissen, bevor du Erwartungen an dich selbst aufbaust.

  • Einnahmen schwanken. Es gibt Monate mit vielen Aufträgen und Monate mit wenigen.
  • Die Anlaufzeit ist real. Erste Aufträge brauchen Beispielvideos, Anfragen und Geduld.
  • Zahlungsziele variieren. Vereinbare im Auftrag, bis wann bezahlt wird, und stelle Rechnungen zügig.
  • Zeit ist begrenzt. Unter fünf Stunden pro Woche wird es schwer, neben Aufträgen auch Akquise zu schaffen.
  • Gute Videos sichern keine Folgeaufträge. Marken entscheiden nach eigenem Bedarf.
  • Eine Garantie gibt dir niemand. Auch wir nicht.

Häufige Fragen

Wie viel verdient ein UGC Creator im Monat?

Das lässt sich nicht seriös pauschal beantworten. Dein Monatsumsatz ergibt sich aus der Zahl bezahlter Videos mal Preis pro Video, abzüglich Steuern und Ausgaben. Unsere Erfahrungswerte für den Preis liegen bei 150–500 € pro Video. Kundinnen berichten von sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Das sind Einzelfälle und keine Prognose für dich.

Wie viel kostet ein UGC-Video?

Typisch sind in unserer Erfahrung 150–500 € pro Video. Ratgeber im Netz nennen 50–200 € für Einsteigerinnen und bis zu 1.000 € für Erfahrene, ein Marktplatz gibt im Durchschnitt 76 € für ein 30-Sekunden-Video an. Die Unterschiede entstehen vor allem durch Nutzungsrechte, Schnitt, Umfang und Exklusivität. Ein Preis ohne diese Angaben ist kaum vergleichbar.

Kann man mit UGC hauptberuflich leben?

Manche schaffen das, aber eine Regel dafür gibt es nicht. Eine Kundin sagt, sie habe sich nach drei Monaten ein Vollzeiteinkommen mit UGC und Social Media Management aufgebaut. Das ist ihre Aussage und ein Einzelfall. Viele kombinieren UGC mit Social Media Management, weil wiederkehrende Monatsumsätze planbarer sind als einzelne Aufträge.

Ist UGC ein Minijob?

In der Regel nein. Ein Minijob ist eine Anstellung mit eigenen Regeln. UGC-Aufträge laufen meistens selbstständig: Du bekommst einen Auftrag, lieferst das Video und schreibst eine Rechnung. Deshalb gelten Fragen zu Gewerbe, Steuern und Nutzungsrechten. Wenn du angestellt bist, prüf zusätzlich deinen Arbeitsvertrag. Mehr dazu in UGC Gewerbe anmelden.

Muss ich Steuern auf UGC-Einnahmen zahlen?

Ja, Einnahmen aus Aufträgen sind grundsätzlich steuerpflichtig. Die Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) befreit dich unter bestimmten Grenzen nur von der Umsatzsteuer, die Einkommensteuer fällt trotzdem an. Die Gewerbesteuer greift für Einzelunternehmerinnen erst ab einem Gewerbeertrag von 24.500 €. Stand Oktober 2026; kläre deinen Fall mit dem Finanzamt oder einer Steuerberatung.

Was ist der Unterschied zwischen Rohmaterial und fertigem Video beim Preis?

Rohmaterial ist weniger Arbeit, weil die Marke selbst schneidet. Ein fertiges Video mit Untertiteln und Ton ist mehr Arbeit und mehr Wert für die Marke. Olivia nennt als Beispiel eine Creatorin, die 825 € für drei Videos nahm, ausschließlich Rohmaterial ohne Schnitt. Lege im Angebot immer fest, was du lieferst.

Was darf ich als Anfängerin ohne Portfolio verlangen?

Das hängt von Umfang und Rechten ab. Kleine Preise sind in Ordnung, wenn auch die Rechte klein bleiben, zum Beispiel nur organische Nutzung für einen kurzen Zeitraum. Ratgeber nennen für Einsteigerinnen 50–200 € pro Video, unsere Erfahrungsspanne beginnt bei 150 €. Wichtig ist, dass du Preise nach den ersten Aufträgen prüfst und anhebst.

Quellen

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Olivia Malcher und Simon Meteling, die Gründer der OM Creator Academy, stehen dicht beieinander und blicken in die Kamera
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