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Ratgeber UGC

UGC Equipment – das Minimum, das wirklich reicht

Für den Start reichen ein Smartphone, Tageslicht, ein Stativ und ein Ansteckmikrofon. Wichtiger als jedes Gerät sind sauberer Ton, gutes Licht und ein Hook.

Von der OM Creator AcademyAktualisiert am 20. Oktober 202610 Min. Lesezeit

Symbolbild: Smartphone-Stativ neben Tasse und Notizbuch auf einem Tisch
Symbolbild (KI-generiert)
Inhalt dieser Seite
  1. Was brauchst du für UGC wirklich? Das Minimum im Überblick
  2. Was du am Anfang nicht brauchst
  3. Warum Ton wichtiger ist als Bild
  4. Licht für UGC: Fensterlicht oder Ringlicht?
  5. Kameraeinstellungen und Set-up am Handy
  6. Stufenmodell: Start, Aufstieg, Profi
  7. Set-up-Checkliste vor jedem Dreh
  8. Dateien, Speicher und Backups
  9. Die häufigsten Fehler bei Equipment und Dreh
  10. Wann lohnt sich Aufrüsten?
  11. Häufige Fragen

UGC Equipment ist weniger, als die meisten denken. Du brauchst ein Smartphone, das scharfe Hochformat-Videos aufnimmt, Licht, ein Stativ und ein Mikrofon, das nah an deinen Mund kommt. Eine Kamera, ein Studio oder ein Lichtset brauchst du für den Start nicht.

Der Reiz von UGC liegt im Alltagslook: Marken wollen oft bewusst kein Studiogefühl, sondern Videos, die nach einer echten Person aussehen. Auf dieser Seite findest du das Minimum, ein Stufenmodell ohne Preisangaben, praktische Regeln für Ton und Licht, eine Checkliste für jeden Dreh und Hinweise, wann sich Aufrüsten lohnt. Die Videos selbst baust du nach UGC Portfolio erstellen.

Was brauchst du für UGC wirklich? Das Minimum im Überblick

Fünf Dinge reichen für den Start: Smartphone, Licht, Stativ, Mikrofon und eine Schnitt-App. Die folgende Tabelle zeigt, wozu sie dienen und was zum Einstieg genügt.

WasWozuWorauf du achtestReicht zum Start
SmartphoneBild und Ton aufnehmenScharfe Hochformat-Aufnahme, saubere Linse, genug SpeicherDein jetziges Handy, wenn es scharfe Videos aufnimmt
LichtGesicht und Produkt sichtbar machenWeiches Licht von vorn oder seitlich, kein GegenlichtEin Fenster
Stativ oder HalterungRuhiges Bild, freie HändeStandfestigkeit, Höhenverstellung, HandyklemmeEin einfaches Tischstativ
MikrofonKlarer TonNah am Mund, Windschutz bei AußenaufnahmenAnsteckmikrofon mit Kabel oder per Funk
Schnitt-AppSchneiden, Untertitel, CoverExport im Format 9:16 mit UntertitelnKostenlose Version einer Schnitt-App

Welches Smartphone du brauchst, lässt sich nicht an einem Modell festmachen. Entscheidend ist, dass es sauber im Hochformat filmt, die Linse nicht verkratzt ist und der Speicher nicht ständig voll läuft. Wenn du heute ein Handy in der Hand hast, mit dem du gerade scharfe Videos drehst, kannst du morgen starten. Prüfe im Brief, ob die Marke bestimmte Auflösungen oder Formate verlangt, und halte dich daran.

Symbolbild: Holztisch mit Laptop, Notizbuch und Tasse – ein ruhiger Arbeitsplatz
Holztisch mit Laptop, Notizbuch und Tasse: ein ruhiger Arbeitsplatz für Schnitt und Planung. Symbolbild

Was du am Anfang nicht brauchst

Zum Start brauchst du keine Systemkamera, kein Studiolicht-Set, keinen Greenscreen, keinen Gimbal und kein eigenes Studio. Wer vor dem ersten Auftrag aufrüstet, gibt Geld für Probleme aus, die er noch nicht kennt.

  • Eine Kamera statt Smartphone: Viele Marken wollen den Handy-Look. Eine teure Kamera verlangt zudem mehr Wissen, mehr Zeit im Schnitt und mehr Speicher.
  • Studiolicht: Ein Fenster liefert für den Anfang das weichste und günstigste Licht.
  • Greenscreen: Ein aufgeräumter Hintergrund wirkt natürlicher.
  • Gimbal, Drohne, Teleprompter: Das sind Werkzeuge für bestimmte Formate. Du erkennst von allein, wann du eines davon wirklich brauchst.
  • Eine große Followerzahl: Marken kaufen Content, keine Reichweite. Warum das so ist, steht unter UGC ohne Follower und ohne Gesicht.

Warum Ton wichtiger ist als Bild

Ein leicht dunkles Bild verzeihen Zuschauerinnen eher als hallenden Ton. Außerdem lässt sich das Bild mit Licht und Farbanpassung retten, Hall und Rauschen im Schnitt nur begrenzt. Deshalb kommt das Mikrofon vor der Kamera.

Praktisch heißt das: Nimm einen Satz auf und hör ihn mit Kopfhörern an, bevor du ein ganzes Video drehst. Klingt es hohl, weich oder rauschig, liegt es meist an einem von drei Dingen:

  1. Raum: Harte, kahle Flächen wie Fliesen, Glas und leere Wände werfen den Schall zurück. Dreh in einem Raum mit Teppich, Vorhängen oder Sofa. Ein Schrank mit offener Tür oder ein geparktes Auto dämpfen Hall ebenfalls, weil weiche Flächen Schall schlucken.
  2. Abstand: Je weiter das Mikrofon vom Mund entfernt ist, desto mehr Raum nimmt es mit auf. Ein Ansteckmikrofon (Lavalier) sitzt nah am Mund und nimmt deshalb weniger Raumklang auf.
  3. Störgeräusche: Kühlschrank, Straße, Waschmaschine und Benachrichtigungstöne gehören ausgeschaltet. Das Handy kommt in den Flugmodus oder auf „Nicht stören“.

Wenn du ohne Gesicht arbeitest und per Voice-over sprichst, gilt dasselbe: Der Ton trägt das Video. Siehe auch UGC ohne Follower und ohne Gesicht.

Licht für UGC: Fensterlicht oder Ringlicht?

Fensterlicht ist für den Start die beste Wahl: weich, gratis und natürlich. Stelle dich so, dass das Licht von vorn oder von der Seite auf dein Gesicht fällt. Das Fenster darf nie hinter dir liegen, sonst wirst du zur Silhouette.

OptionVorteilNachteilTipp
FensterlichtWeich, kostenlos, natürlichÄndert sich mit Wetter und TageszeitDrehe zur gleichen Tageszeit; ein dünner weißer Vorhang macht das Licht weicher
RinglichtGleichmäßig, gut für abendsRinge in den Augen und Brillen, flacher LookNicht frontal, sondern leicht seitlich platzieren
Weiches DauerlichtSteuerbar, auch bei DunkelheitMehr Platz und mehr AufwandErst anschaffen, wenn Fensterlicht regelmäßig nicht reicht

Schalte Deckenlampen aus, wenn du am Fenster drehst. Warmes Lampenlicht und kühles Tageslicht gleichzeitig ergeben Mischlicht, das Haut und Produkt unnatürlich färbt. Trägst du eine Brille, achte auf Spiegelungen von Lampen oder Fenstern und ändere notfalls deinen Winkel.

Olivia Malcher hält ein Smartphone hoch und filmt sich selbst – UGC-Videos entstehen mit dem Handy
Olivia Malcher hält ein Smartphone hoch und filmt sich selbst.

Kameraeinstellungen und Set-up am Handy

Filme im Hochformat 9:16 und mit der Hauptkamera, wenn du dich nicht live im Bildschirm sehen musst. Die Hauptkamera liefert bei den meisten Smartphones die bessere Bildqualität als die Frontkamera. Für Selbstaufnahmen stellst du das Handy auf ein Stativ und kontrollierst den Bildausschnitt vorher mit einer Probeaufnahme.

Diese Einstellungen helfen fast immer:

  • Gitterlinien einschalten, damit Horizont und Ausschnitt gerade sind.
  • Fokus und Belichtung sperren. Bei den meisten Handys geht das durch langes Tippen auf den Bildschirm. Sonst springt der Fokus mitten im Satz.
  • Eine Bildrate für das ganze Video. Wer Bildraten mischt, hat im Schnitt Ärger.
  • Linse sauber wischen. Ein Fingerabdruck auf der Linse macht das Bild milchig.
  • Hintergrund prüfen. Aufgeräumt, aber nicht steril; hinter dir sollte nichts „aus dem Kopf wachsen“.

Auch der Hintergrund sollte zur Marke passen: Ein Pflegeprodukt sieht im Bad oder auf einem hellen Regal glaubwürdig aus, ein Küchenprodukt in der Küche. Halte etwas Abstand zur Wand, dann wirkt das Bild räumlicher.

Symbolbild: Hand hält ein Produktglas vor ein Smartphone auf dem Stativ
Hand hält ein Produktglas vor ein Smartphone auf dem Stativ. Symbolbild

Stufenmodell: Start, Aufstieg, Profi

Rüste in Stufen auf, nicht auf einmal. Preise nennen wir hier bewusst nicht, weil sie sich schnell ändern. Die Stufen zeigen nur, in welcher Reihenfolge Anschaffungen Sinn ergeben.

StufeAusstattungWann sinnvoll
StartDein Smartphone, Fensterlicht, einfaches Stativ, Ansteckmikrofon, kostenlose Schnitt-AppBis zu den ersten bezahlten Aufträgen
AufstiegFunkmikrofon-Set, weiches Dauerlicht, Hintergrundfläche, zweiter Halter für Draufsicht, Fernauslöser, zusätzlicher SpeicherWenn Ton oder Licht dich regelmäßig bremsen und Aufträge die Anschaffung tragen
ProfiSystemkamera mit Objektiv, Tonaufnahmegerät, Lichtset mit Diffusor, ggf. TeleprompterWenn Marken ausdrücklich höhere Produktionsqualität verlangen, etwa für Kampagnen

Schnitt-Apps gibt es kostenlos und kostenpflichtig, zum Beispiel CapCut. Welche Funktionen eine App in der kostenlosen Version bietet, ändert sich; prüfe das vor dem Kauf. Wichtig sind Export im Hochformat, Untertitel und einfacher Zuschnitt. Ob du Schnitt anbietest, beeinflusst deinen Preis: Olivia nennt als Beispiel eine Creatorin, die 825 € für drei Videos nahm – nur Rohmaterial, ohne Schnitt. Mehr zu Preisen in UGC Creator Verdienst.

Set-up-Checkliste vor jedem Dreh

Eine kurze Checkliste verhindert die ärgerlichsten Fehler. Kopiere sie dir:

  • ☐ Brief gelesen: Format, Länge, Pflichtaussagen, Do’s und Don’ts
  • ☐ Linse gewischt
  • ☐ Handy im Flugmodus oder auf „Nicht stören“
  • ☐ Speicher frei, Akku geladen
  • ☐ Hochformat 9:16, Gitterlinien an
  • ☐ Fenster vor dir oder seitlich, Deckenlampen aus
  • ☐ Mikrofon sitzt, Probeaufnahme mit Kopfhörern angehört
  • ☐ Hintergrund aufgeräumt und passend zur Marke
  • ☐ Produkt sauber, Etikett nach vorn
  • ☐ Fokus und Belichtung gesperrt
  • ☐ Jede Szene zweimal gedreht (einmal Reserve)
  • ☐ B-Roll gedreht: Produktdetails, Hände, Umgebung

Dateien, Speicher und Backups

Benenne Dateien so, dass du sie in einem Jahr noch findest, und sichere sie zweimal. Lege pro Auftrag einen Ordner an, zum Beispiel mit den Unterordnern Brief, Rohmaterial, Schnitt und Lieferung. Dateinamen wie „Marke_Produkt_Hook1_Datum“ sparen später viel Suche.

Für Backups gilt eine bekannte Faustregel: drei Kopien, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon an einem anderen Ort. In der Praxis heißt das: Handy, Cloud-Speicher und eine externe Festplatte. Lösche Rohmaterial erst, wenn der Auftrag abgeschlossen ist und alle Revisionsrunden erledigt sind. Liefere Dateien per Cloud-Link und prüfe vorher, dass die Freigabe nicht an deine Anmeldung gebunden ist.

Anschaffungen für dein Business können steuerlich relevant sein. Hebe Belege auf und kläre mit der Steuerberatung, was für dich gilt. Die Grundlagen zu Anmeldung und Rechnungen stehen in UGC Gewerbe anmelden.

Die häufigsten Fehler bei Equipment und Dreh

  • Gegenlicht: Fenster hinter dir, Gesicht im Schatten. Dreh dich um.
  • Hall: Aufnahme im Bad oder leeren Wohnzimmer. Wähle einen weichen Raum.
  • Wackeln: Handy in der Hand statt auf dem Stativ.
  • Zu früh aufrüsten: Neue Geräte vor dem ersten Auftrag lösen Probleme, die du noch nicht kennst.
  • Mikrofon zu weit weg: Rücke es näher an den Mund.
  • Unruhiger Hintergrund: Der Blick bleibt an Dingen hängen, die mit dem Produkt nichts zu tun haben.
  • Falsches Format: Querformat statt Hochformat.
  • Keine Probeaufnahme: Wer erst zu Hause hört, dass der Ton hohl klingt, muss alles neu drehen.

Wann lohnt sich Aufrüsten?

Aufrüsten lohnt sich, wenn du den Engpass benennen kannst und ein bezahlter Auftrag die Anschaffung trägt. Kaufe nie auf Verdacht, sondern gegen ein konkretes Problem:

Wenn dich das stört …… dann diese Anschaffung
Ton klingt hohl oder rauschtAnsteckmikrofon, später Funkmikrofon
Gesicht liegt im Schatten, abends wird es dunkelWeiches Dauerlicht
Bild wackelt oder Winkel passt nichtStativ mit besserer Halterung oder zweiter Halter
Speicher ist ständig vollZusätzlicher Cloud- oder externer Speicher
Schnitt dauert zu langVorlagen in deiner Schnitt-App; Zeit sparen statt Gerät kaufen

UGC-Videos entstehen mit dem Smartphone; das ist die Grundlage unseres Ansatzes. Was bei Marken am Ende zählt, sind Hook, Natürlichkeit und Verlässlichkeit. Beim Aufbau deines Portfolios hilft dir UGC Portfolio erstellen, bei den ersten Pitches UGC Aufträge finden. Falls du noch ganz am Anfang stehst, beginne mit UGC Creator werden. Begriffe wie B-Roll, Lavalier und Voice-over stehen im Glossar. Was UGC überhaupt ist, erklärt Was ist UGC?.

Bei der OM Creator Academy gibt es zu Dreh, Ton und Licht Feedback auf jedes Video und Live-Calls mit Olivia. Der Weg dorthin beginnt mit der Potenzialanalyse.

Häufige Fragen

Welches Handy brauche ich für UGC?

Ein Smartphone, das scharfe Hochformat-Videos aufnimmt und genug Speicher hat. Ein bestimmtes Modell nennen wir bewusst nicht, weil Technik schnell altert und vieles von Licht und Ton abhängt. Prüfe mit einer Probeaufnahme, ob Bild und Ton sauber sind, und halte dich an die Vorgaben im Brief der Marke.

Brauche ich ein Mikrofon für UGC?

Für den Start ist ein Ansteckmikrofon sinnvoll, weil es nah am Mund sitzt und weniger Raumklang aufnimmt. Das Handy-Mikrofon reicht für einen ersten Test, klingt aber schnell hohl. Mach vorher eine Probeaufnahme und hör sie mit Kopfhörern an. Hörst du Hall oder Rauschen, lohnt sich ein Mikrofon eher als eine bessere Kamera.

Reicht Tageslicht für UGC-Videos?

Ja, für den Start ist Tageslicht am Fenster die beste Wahl: weich, kostenlos und natürlich. Das Licht sollte von vorn oder seitlich kommen, nie von hinten. Schalte Deckenlampen aus, damit kein Mischlicht entsteht. Ein Dauerlicht brauchst du erst, wenn du regelmäßig abends drehen musst oder das Fensterlicht nicht reicht.

Brauche ich eine Kamera statt Smartphone?

Nein. Der Reiz von UGC ist der Alltagslook, den ein Smartphone gut liefert. Eine Kamera lohnt sich höchstens, wenn Marken ausdrücklich höhere Produktionsqualität verlangen. Dann trägt ein bezahlter Auftrag die Anschaffung. Vorher kostet sie dich vor allem Zeit und Speicher.

Was kostet UGC Equipment?

Wir nennen hier keine Beträge, weil Preise schnell schwanken und wir keine Geräte bewerten oder empfehlen. Für den Start kannst du mit dem arbeiten, was du hast: Smartphone, Fenster und ein einfaches Stativ. Plane Anschaffungen erst, wenn ein konkreter Engpass da ist und bezahlte Aufträge sie tragen.

Kann ich ohne Equipment als UGC Creatorin starten?

Ja, mit dem Minimum aus Smartphone, Tageslicht und einer einfachen Halterung. Ein Bücherstapel ersetzt zur Not ein Stativ. Wichtiger als Technik sind Hook, Natürlichkeit und sauberer Ton. Ergebnisse unterscheiden sich von Frau zu Frau; eine Garantie für Aufträge oder ein bestimmtes Einkommen gibt es nicht.

Dein nächster Schritt

Du willst als UGC Creatorin starten?

Finde in der Potenzialanalyse heraus, wie dein Einstieg aussehen kann – mit deinem Alltag, deinen Stunden und deinen Stärken.

Potenzialanalyse starten

Kostenlos und unverbindlich. Danach folgt ein 15-Minuten-Check mit Olivias Team – wir wählen aus und sagen dir offen, ob es passt.

Olivia Malcher und Simon Meteling, die Gründer der OM Creator Academy, stehen dicht beieinander und blicken in die Kamera
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