Inhalt dieser Seite
- Kurzvideo bleibt das Hauptformat – und die Konkurrenz wächst
- KI ist im Alltag angekommen – als Werkzeug, nicht als Ersatz
- „Proof of Human“: Echte Menschen werden zum Qualitätsmerkmal
- Social Search: Plattformen werden zur Suchmaschine
- UGC in Videoanzeigen: Partnership Ads und Spark Ads
- KI-Varianten und KI-Avatare: aus einem Creator-Video werden viele
- Social Commerce, TikTok Shop und Live-Shopping
- Mikro-Influencer-Kampagnen: kleine Reichweite ist trotzdem Reichweite
- Trend und nächster Schritt auf einen Blick
- Wie belastbar sind diese Zahlen?
- Was sich trotz aller Trends nicht ändert
- Häufige Fragen
- Quellen
Trendartikel behaupten gern, dass sich jetzt alles ändert. Wir halten es anders: Jeder Trend auf dieser Seite hat eine Quelle, und wir trennen sauber, was belegt ist und was unsere Meinung ist. Die Trends betreffen dich, wenn du als UGC Creatorin arbeitest oder als Social Media Managerin Kanäle betreust.
So liest du die Seite: Jeder Trend hat drei Teile. Beleg nennt die Quelle und die Zahl, so wie sie dort steht. Unsere Einordnung ist unsere Meinung und kein Beleg. Was du tun kannst ist eine konkrete Idee für deinen Alltag. Stand: Oktober 2026.
Kurzvideo bleibt das Hauptformat – und die Konkurrenz wächst
Es werden mehr Kurzvideos veröffentlicht, und es sind mehr Accounts aktiv. Das Format bleibt damit der Ort, an dem Marken und Creatorinnen um Aufmerksamkeit konkurrieren.
Beleg: Ein Gastbeitrag von Lea Sindel auf OnlineMarketing.de (20.11.2025) nennt eine Metricool-Kurzvideo-Studie. Danach stieg die Zahl veröffentlichter Reels, Shorts und TikToks um über 70 %, die Zahl aktiver Accounts um rund 50 %. Auch Influee zählt Kurzvideos zu den UGC-Trends. Den Vergleichszeitraum der Studie haben wir nicht geprüft.
Unsere Einordnung: Mehr Videos bedeuten mehr Konkurrenz um die ersten Sekunden. Für Marken kann das den Bedarf an frischem Content erhöhen. Für dich steigt die Messlatte beim Einstieg ins Video. Das ist unsere Lesart der Zahlen, kein Befund der Studie.
Was du tun kannst: Baue dein Portfolio um den Hook herum. Drehe zu jedem Video drei verschiedene Einstiege und vergleiche sie. Wie ein Beispielvideo aufgebaut ist, steht im Ratgeber UGC Portfolio erstellen.
KI ist im Alltag angekommen – als Werkzeug, nicht als Ersatz
KI gehört 2026 zum Handwerkszeug im Social-Media-Alltag. Die offene Frage ist, wie sauber du damit arbeitest.
Beleg: Laut dem Beitrag auf OnlineMarketing.de nutzen 96 % der Social-Media-Verantwortlichen KI, 72 % davon täglich. 79 % berichten einen Effizienzgewinn. Nur etwa ein Drittel dokumentiert Prompts systematisch. Die Zahlen stammen aus einer Metricool-KI-Studie, also einer Herstellerstudie.
Unsere Einordnung: Interessant ist die letzte Zahl. Wer Prompts dokumentiert, kann Ergebnisse wiederholen und an Kundinnen übergeben. Das ist unsere Einschätzung. Ob es sich in Aufträgen auszahlt, zeigt die Studie nicht.
Was du tun kannst: Lege eine Prompt-Sammlung an, eine Notiz genügt. Sammle dort, was für Ideen, Rohfassungen von Skripten und Untertitel funktioniert hat. Abnahme und Tonfall bleiben bei dir. Welche Aufgaben im Social Media Management dazugehören, steht bei Was ist Social Media Management.
„Proof of Human“: Echte Menschen werden zum Qualitätsmerkmal
„Proof of Human“ meint Kommunikation, in der man erkennt, dass echte Menschen sie geprägt haben. Der Beitrag auf OnlineMarketing.de beschreibt das als Qualitätsmerkmal für 2026.
Beleg: Der Begriff und seine Einordnung stammen aus dem Gastbeitrag vom 20.11.2025. Eine Zahl dazu können wir nicht belegen und nennen deshalb keine.
Unsere Einordnung: Wenn KI Inhalte billiger macht, fällt auf, was erkennbar menschlich ist: eine eigene Stimme, ein Produkt, das wirklich benutzt wird, kleine Unperfektheiten. Für UGC wäre das ein Vorteil, weil Marken bei UGC genau das kaufen: Content von echten Menschen. Das ist unsere Meinung. Ob Marken es so gewichten, ist nicht belegt.
Was du tun kannst: Zeige im Video, dass du das Produkt benutzt: Hände, Alltag, eigene Worte. Entwickle einen erkennbaren Stil. Was geht, wenn du dich vor der Kamera unsicher fühlst, steht bei UGC ohne Follower und ohne Gesicht.
Social Search: Plattformen werden zur Suchmaschine
Viele Millennials kombinieren Suchmaschinen und Social Media, knapp die Hälfte nutzt Plattformen gezielt zur Recherche. Das zeigt eine Umfrage, über die der Beitrag auf OnlineMarketing.de berichtet.
Beleg: Nach einer SEO.com-Umfrage mit über 700 Teilnehmenden kombinieren 61 % der Millennials Suchmaschinen und Social Media. 48 % nutzen soziale Plattformen gezielt zur Recherche. Die Umfrage kennen wir nur aus dem Beitrag. Land und Methodik haben wir nicht geprüft, und sie betrifft nur Millennials.
Unsere Einordnung: Eine Stichprobe von über 700 Personen ist überschaubar. Als Richtung taugt sie, als Beweis nicht. Wir halten es trotzdem für plausibel, dass Videos, die eine konkrete Frage beantworten, länger Sichtbarkeit haben als reine Unterhaltung. Das ist eine Vermutung, keine Erkenntnis aus der Umfrage.
Was du tun kannst: Gib deinen Videos Titel und Beschreibungen, die wie eine Suchanfrage klingen. Sprich das Thema deutlich aus und füge Untertitel hinzu. Als Social Media Managerin kannst du Content-Pläne um die Fragen der Zielgruppe bauen.
UGC in Videoanzeigen: Partnership Ads und Spark Ads
Creator-Content läuft nicht nur organisch, sondern auch als bezahlte Anzeige. Dafür gibt es eigene Formate bei Instagram und TikTok.
Beleg: Influee nennt „UGC in Videoanzeigen“ als Trend. Influee betreibt eine UGC-Plattform, ist also eine Anbieterquelle. Dass Marken mit Partnership Ads (Instagram) und Spark Ads (TikTok) Creator-Content als Anzeige schalten können, ist Allgemeinwissen aus der Plattformpraxis. Eine Zahl zur Verbreitung nennen wir nicht.
Unsere Einordnung: Das beeinflusst den Preis. Ein Video, das als Anzeige läuft, wird anders genutzt als eines, das nur auf dem Kanal der Marke steht. Deshalb gehören Nutzungsrechte nach Dauer, Kanal und Paid Ads in jedes Angebot.
Was du tun kannst: Frage in jedem Auftrag, ob das Video als Anzeige laufen soll, und bepreise die Nutzungsrechte getrennt. Wie sich Preise zusammensetzen, steht bei UGC Creator Verdienst.
KI-Varianten und KI-Avatare: aus einem Creator-Video werden viele
Anbieter beschreiben, dass aus einem Creator-Video viele Varianten entstehen: mit anderen Hooks oder in anderen Sprachen.
Beleg: Laut Influee gehören „KI-generierter UGC und KI-Avatare“ zu den UGC-Trends. Auch das ist eine Anbieterquelle. Belastbare Zahlen dazu haben wir nicht.
Unsere Einordnung: Das ist Chance und Risiko zugleich. Wenn Marken ein Video vervielfachen, stellt sich die Rechtefrage: Darf die Marke dein Material bearbeiten, mit KI verändern und mehrfach nutzen? Mehr Wert hat dann, wer nicht nur ein Video liefert, sondern Strategie: welcher Hook für welche Zielgruppe. Das ist unsere Meinung. Wie stark es Preise beeinflusst, ist nicht belegt.
Was du tun kannst: Schreibe in dein Angebot, ob Bearbeitung und Varianten erlaubt sind. Biete Hook-Varianten selbst als Leistung an, statt sie dir von der Marke nehmen zu lassen.
Social Commerce, TikTok Shop und Live-Shopping
TikTok Shop ist seit dem 31. März 2025 in Deutschland am Start. Produkte lassen sich direkt in Videos und Livestreams verkaufen, Creator können Provision verdienen.
Beleg: Die Angabe stammt aus dem TikTok Newsroom, also von der Plattform selbst. Influee nennt Social-Commerce-Integration und Live-Shopping als weitere Trends.
Unsere Einordnung: Provision ist ein anderes Geschäft als ein Festpreis für ein Video. Du verdienst nur, wenn verkauft wird. Livestreams brauchen Kameraroutine und feste Zeiten. Für Einsteigerinnen mit fünf Stunden pro Woche ist das unserer Meinung nach nicht der erste Schritt. Für UGC-Aufträge musst du TikTok Shop nicht nutzen, denn dort verkaufst du Content.
Was du tun kannst: Beobachte es, bevor du Zeit investierst. Wenn du es ausprobierst, halte Provision und Pflichten schriftlich fest.
Mikro-Influencer-Kampagnen: kleine Reichweite ist trotzdem Reichweite
Marken buchen auch kleinere Accounts für Kampagnen, nicht nur große. Das gilt aber nur für Menschen, die eine eigene Reichweite haben.
Beleg: Influee nennt Mikro-Influencer-Kampagnen als Trend. Auch das ist eine Anbieterquelle.
Unsere Einordnung: Ein Mikro-Influencer verkauft Reichweite, UGC verkauft Content. Mikro-Influencer-Kampagnen setzen Follower voraus. UGC ist dagegen der Weg ohne eigene Follower. Der Unterschied steht ausführlich bei UGC vs. Influencer. Wir bauen deshalb keinen Influencer-Weg auf.
Was du tun kannst: Entscheide bewusst, welchen Weg du gehen willst. Beide sind legitim, sie brauchen aber unterschiedliche Voraussetzungen.
Trend und nächster Schritt auf einen Blick
Die Tabelle fasst zusammen, was du aus jedem Trend sofort mitnehmen kannst.
| Trend | Das kannst du jetzt tun | Besonders relevant für |
|---|---|---|
| Kurzvideo wächst | Drei Hook-Varianten pro Video testen | UGC Creatorinnen |
| KI im Alltag | Prompt-Sammlung anlegen, Abnahme selbst behalten | Social Media Managerinnen |
| Proof of Human | Echte Anwendung und eigene Stimme zeigen | UGC Creatorinnen |
| Social Search | Titel, Beschreibung und Untertitel wie eine Suchanfrage formulieren | Beide |
| UGC in Anzeigen | Nutzungsrechte nach Dauer, Kanal und Paid Ads trennen | UGC Creatorinnen |
| KI-Varianten | Bearbeitung und Varianten im Angebot regeln | UGC Creatorinnen |
| TikTok Shop | Beobachten, bevor du investierst | Fortgeschrittene |
| Mikro-Influencer | Prüfen, ob du eigene Reichweite aufbauen willst | Wer Influencer-Wege sucht |
Wie belastbar sind diese Zahlen?
Nicht neutral. Alle Quellen auf dieser Seite haben ein eigenes Interesse oder eine begrenzte Aussagekraft. Das heißt nicht, dass die Zahlen falsch sind, aber du solltest sie so lesen.
| Quelle | Art | Was das für die Aussage heißt |
|---|---|---|
| OnlineMarketing.de, Gastbeitrag von Lea Sindel (20.11.2025) | Gastbeitrag, der Zahlen aus Metricool-Studien und einer SEO.com-Umfrage nennt | Studienzeitraum und Methodik haben wir nicht geprüft |
| Metricool-Studien (KI und Kurzvideo) | Herstellerstudien | Der Anbieter hat ein eigenes Interesse am Thema |
| SEO.com-Umfrage | Umfrage mit über 700 Teilnehmenden | Kleine Stichprobe, nur Millennials |
| Influee-Blog | Anbieter einer UGC-Plattform | Keine neutrale Stelle |
| TikTok Newsroom | Die Plattform selbst | Sagt, was möglich ist, nicht, was Creatorinnen verdienen |
Keine dieser Quellen sagt, wie viel eine Creatorin verdient. Trends zeigen, wohin sich Formate und Werkzeuge bewegen, nicht, wie viele Aufträge du bekommst.
Was sich trotz aller Trends nicht ändert
Formate und Werkzeuge wechseln, die Grundlagen bleiben. Das ist unsere Einordnung aus der Arbeit mit Kundinnen, keine Studie.
- Der Hook entscheidet: Wer in den ersten Sekunden nichts anbietet, verliert die Zuschauerin.
- Verlässlichkeit zählt: Eine Marke bucht dich wieder, wenn du pünktlich lieferst und klar abstimmst.
- Rechte und Verträge: Nutzungsrechte, Laufzeit und Vergütung gehören in jedes Angebot, egal welcher Trend gerade läuft.
- Du kennst deinen Wert: Preise legst du selbst fest. Wer neue Werkzeuge nutzt, sollte das nicht unter Wert tun.
Wenn du daraus ein Business bauen willst, hilft dir der Überblick zum dualen Modell aus UGC und Social Media Management. Der Einstieg in UGC steht bei UGC Creator werden.

Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten UGC Trends 2026?
Nach den Quellen auf dieser Seite sind es: wachsender Kurzvideo-Markt, KI als Alltagswerkzeug, „Proof of Human“, Social Search, UGC in Anzeigen, KI-Varianten, Social Commerce mit TikTok Shop und Mikro-Influencer-Kampagnen. Die Gewichtung ist unsere Einordnung. Belegt sind nur die genannten Zahlen, und sie stammen teils aus Herstellerstudien und Anbieterblogs.
Ersetzt KI die UGC Creatorinnen?
Das weiß niemand sicher. Belegt ist, dass 96 % der Social-Media-Verantwortlichen KI nutzen und dass Influee KI-Varianten und KI-Avatare als Trend beschreibt. Nicht belegt ist, dass Creatorinnen dadurch verdrängt werden. Unsere Einordnung: Wer Strategie, Hooks und echte Anwendung liefert, bleibt als Mensch erkennbar. Das ist eine Einschätzung, keine Prognose.
Lohnt sich UGC 2026 noch?
Ob es sich für dich lohnt, hängt von deinen Aufträgen, Preisen und deiner Zeit ab, nicht von Trendberichten. Influee nennt UGC in Videoanzeigen als Trend, und es werden laut Metricool mehr Kurzvideos veröffentlicht. Das sagt noch nichts über dein Einkommen. Wie sich Preise zusammensetzen, steht bei UGC Creator Verdienst.
Brauche ich TikTok Shop, um UGC-Aufträge zu bekommen?
Nein. Bei UGC verkaufst du Content an Marken, nicht Produkte an Kundinnen. TikTok Shop ist ein eigenes Modell mit Provision, das es seit dem 31. März 2025 in Deutschland gibt. Du kannst es später dazunehmen, musst es für den Einstieg aber nicht nutzen.
Wie nutze ich KI sinnvoll, ohne dass meine Inhalte austauschbar werden?
Nutze KI für Rohfassungen, Ideen und Untertitel, nicht für die Abnahme. Dokumentiere deine Prompts, damit du Ergebnisse wiederholen kannst. Laut dem Beitrag auf OnlineMarketing.de dokumentiert nur etwa ein Drittel Prompts systematisch. Lass Stimme, Anwendung und Tonfall von dir kommen. Das ist unsere Empfehlung, kein Studienergebnis.
Woran erkenne ich eine verlässliche Trendquelle?
Frage nach drei Dingen: Wer steht hinter der Quelle, und wer verdient am Thema? Wie groß war die Stichprobe, und welche Gruppe wurde befragt? Wann ist die Quelle erschienen? Eine Herstellerstudie oder ein Anbieterblog kann nützlich sein, sollte aber nie die einzige Quelle für eine Entscheidung sein.
Quellen
- Gastbeitrag zu Social-Media-Trends 2026 von Lea Sindel, 20.11.2025 – OnlineMarketing.de
- UGC-Trends – Influee-Blog (Anbieter einer UGC-Plattform)
- TikTok Shop startet in Deutschland – TikTok Newsroom





