Inhalt dieser Seite
- Wie viele Videos braucht ein UGC Portfolio?
- Welche Formate gehören in dein UGC Portfolio? Beispiele im Überblick
- UGC Portfolio ohne Erfahrung und ohne Kundinnen aufbauen
- So baust du ein einzelnes Beispielvideo auf
- Wo zeigst du dein UGC Portfolio? Website, Canva, Notion oder Drive
- Was gehört neben die Videos auf die Seite?
- Häufige Fehler im UGC Portfolio
- Checkliste zum Kopieren
- Zwei Erfahrungsberichte: Portfolio und erste Pitches
- Portfolio für Social Media Management: das Case-Study-Format
- So geht es nach dem Portfolio weiter
- Häufige Fragen
Ein UGC Portfolio ist deine Arbeitsprobe: eine kleine Sammlung von Videos, an der eine Marke in wenigen Minuten erkennt, ob du ihr Produkt glaubwürdig zeigen kannst. Du brauchst dafür weder bezahlte Aufträge noch Follower. Du brauchst Beispiele, die so wirken, als hätte eine Marke sie bestellt.
Diese Seite führt dich in fester Reihenfolge durch den Aufbau: wie viele Videos, welche Formate, wie ein einzelnes Video gebaut ist, wo du alles zeigst und woran du merkst, dass es fertig ist. Am Ende steht eine Checkliste zum Kopieren. Wer vorher den großen Überblick möchte, liest zuerst UGC Creator werden – Schritt für Schritt.
Wie viele Videos braucht ein UGC Portfolio?
Drei bis sechs Beispielvideos reichen. Das ist unsere Empfehlung aus der Praxis, keine Vorgabe einer Plattform: Bei weniger als drei sieht eine Marke zu wenig Bandbreite, bei mehr als sechs sieht sie vor allem, dass du nicht auswählst.
Qualität schlägt Menge. Ein schwaches Video zieht die starken daneben nach unten, und du kannst nicht damit rechnen, dass jede Person alles ansieht. Setze deshalb dein bestes Video an die erste Stelle. Als Richtwert für die Länge nimm etwa 30 Sekunden pro Video.
So wächst dein Portfolio in zwei Stufen:
- Start-Set mit drei Videos: ein Sprech-Video (du erzählst direkt in die Kamera), ein Zeige-Video ohne Gesicht (Hände, Produkt, Voice-over) und ein Problem-Lösung-Video.
- Ausbau auf vier bis sechs Videos: ein Unboxing, ein Tutorial und ein Routine-Video, dazu bei Bedarf zwei Hook-Varianten desselben Videos.
Welche Formate gehören in dein UGC Portfolio? Beispiele im Überblick
Mische mindestens drei Formate, damit Marken sehen, dass du mehr kannst als eine Sache. Die folgende Tabelle zeigt typische Formate mit einer Beispielsituation und dem, was eine Marke darin sieht.
| Format | Beispielsituation | Das sieht die Marke darin | Ohne Gesicht möglich? |
|---|---|---|---|
| Problem–Lösung | Du zeigst ein Alltagsärgernis und wie das Produkt es löst | Du kannst in 30 Sekunden eine kleine Geschichte erzählen | Ja, mit Voice-over |
| Unboxing | Paket öffnen, erste Eindrücke, Details zeigen | Natürlichkeit und ehrliche Reaktion | Ja, mit Händen |
| Testimonial (Review-Stil) | Du sprichst direkt in die Kamera und gibst deine Erfahrung wieder | Glaubwürdigkeit, Sprechen vor der Kamera | Nein |
| Tutorial (How-to) | Schritt für Schritt eine Anwendung zeigen | Struktur und Verständlichkeit | Ja, mit Voice-over |
| Alltags-Routine | Das Produkt im normalen Tagesablauf | Wie das Produkt zu Menschen passt | Meist ja |
Die Formate stehen in dieser Reihenfolge nicht zufällig: Je mehr du dich selbst zeigst, desto mehr sieht die Marke von deiner Wirkung. Wenn dir die Kamera noch schwerfällt, findest du auf UGC ohne Follower und ohne Gesicht einen Übungsplan und die Formate, die auch ohne Gesicht gehen. Was UGC überhaupt ist und welche Arten es gibt, erklärt Was ist UGC?.

UGC Portfolio ohne Erfahrung und ohne Kundinnen aufbauen
Ohne Kundinnen drehst du Produkte, die schon bei dir liegen, und Beispielvideos für Wunschmarken, die niemand bestellt hat. Beides ist üblich. Wichtig ist nur, dass du es ehrlich kennzeichnest.
Eigene Produkte aus dem Haushalt. Geh durch Bad, Küche, Schreibtisch und Kleiderschrank. Alles, was du wirklich benutzt, kannst du glaubwürdig zeigen – und man sieht den Unterschied zwischen Begeisterung und Pflichtprogramm. Wähle bevorzugt Produkte aus der Nische, in der du später Aufträge möchtest.
Spec-Videos für Wunschmarken. „Spec“ steht für spekulativ: Du drehst ein Video für eine Marke, ohne dass sie dich beauftragt hat. Das ist ein gängiger Türöffner für den ersten Pitch. Dafür gelten ein paar Regeln:
- Kennzeichne das Video im Portfolio klar als Beispiel ohne Auftrag.
- Zeige nur, was das Produkt tatsächlich kann. Erfinde keine Versprechen.
- Behaupte nie, du würdest für die Marke arbeiten.
- Bittet die Marke dich, das Video zu entfernen, nimm es heraus.
- Ob du fremde Markennamen und Logos im Einzelfall zeigen darfst, ist eine Rechtsfrage. Im Zweifel frag bei der Marke nach oder lass es dir von einer Anwältin einordnen.
Tauschgeschäfte. Manche kleinen Marken geben dir ein Produkt, du lieferst ein Video. Das nennt sich Barter-Deal (mehr dazu in UGC Aufträge finden). Kläre vorher schriftlich, ob du das Video in deinem Portfolio zeigen darfst.
So kennzeichnest du, womit du es zu tun hast:
| Art des Beispiels | Kennzeichnung im Portfolio | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Eigenes Produkt | „Eigenes Beispiel“ | Du bist unabhängig – das darfst du ruhig sagen |
| Wunschmarke ohne Auftrag | „Beispielvideo, ohne Auftrag der Marke“ | Keine erfundenen Aussagen zum Produkt |
| Tauschgeschäft | „Zusammenarbeit gegen Produkt“ | Nur zeigen, wenn die Marke zustimmt |
| Bezahlter Auftrag | Markenname und „Auftrag“ | Veröffentlichung im Portfolio vorher klären |
So baust du ein einzelnes Beispielvideo auf
Ein gutes Beispielvideo folgt fünf Bausteinen: Hook, Problem, Produkt in Aktion, Beweis, Aufforderung. Bei etwa 30 Sekunden Länge sieht das so aus. Die Sekundenangaben sind Richtwerte, keine Regel.
| Sekunden | Baustein | Was passiert | Beispielzeile (Flaschenbürste) |
|---|---|---|---|
| 0–3 | Hook | Ein Satz oder ein Bild stoppt das Weiterscrollen | „Seit Wochen schrubbe ich meine Trinkflasche – und sie riecht trotzdem.“ |
| 3–9 | Problem | Das Alltagsproblem wird greifbar | „Die Öffnung ist so eng, dass mein Schwamm nie bis zum Boden kommt.“ |
| 9–21 | Produkt in Aktion | Hände, Nahaufnahmen, echte Anwendung | Bürste einführen, drehen, Ergebnis zeigen |
| 21–26 | Beweis | Etwas Sichtbares oder Hörbares belegt den Nutzen | Flasche gegen das Licht halten |
| 26–30 | Aufforderung | Eine klare, freundliche Handlungsempfehlung | „Wenn dir das auch so geht: probier sie aus.“ |
Eine Kundin beschreibt ihr Lernen so: Sie habe Content strategisch aufgebaut, „mit einem starken Hook, einem klaren Pain Point und einem Call to Action“. Genau diese drei Bausteine stecken in der Tabelle. Begriffe wie Hook, Pain Point und Call to Action findest du im Glossar.
Vier Handgriffe machen fast jedes Beispielvideo besser:
- Hochkant filmen im Format 9:16, weil Marken für Reels, TikTok und Anzeigen im Hochformat planen.
- Untertitel einblenden, damit das Video auch ohne Ton funktioniert.
- Sauberen Ton aufnehmen. Warum Ton wichtiger ist als Bild, steht in UGC Equipment.
- Zwei Hook-Varianten zeigen. Marken testen Anzeigen oft mit verschiedenen Einstiegen. Wenn du dasselbe Video mit zwei Hooks zeigst, wirkst du, als hättest du schon einmal für Anzeigen gedacht.

Wo zeigst du dein UGC Portfolio? Website, Canva, Notion oder Drive
Nimm das Werkzeug, mit dem du heute fertig wirst. Marken sehen dein Portfolio meist auf dem Handy, deshalb muss es über einen einzigen Link ohne Anmeldung laden. Alles andere ist Geschmack.
| Option | Vorteil | Nachteil | Passt, wenn … |
|---|---|---|---|
| Notion-Seite | Schnell gebaut, leicht zu ändern, Videos per Link einbindbar | Aussehen eher schlicht | du heute noch starten willst |
| Canva-Website | Fertige Vorlagen, gutes Aussehen ohne Designwissen | Funktionsumfang hängt vom Tarif ab | dir das Aussehen wichtig ist |
| Drive-Ordner | In Minuten fertig, gut zum Teilen von Dateien | Wirkt wie eine Ablage, kein Text drumherum | du Videos schnell zeigen musst |
| Eigene Website | Volle Kontrolle, eigene Adresse | Mehr Aufwand, Impressum und Datenschutzerklärung nötig | du schon regelmäßig Aufträge hast |
| Instagram-Profil | Marken sehen es ohnehin | Followerzahl und Privates lenken ab | du es als Ergänzung nutzt |
Teste deinen Link, bevor du ihn verschickst: einmal in einem privaten Browserfenster und einmal auf dem Handy einer Freundin. Lädt das Video langsam oder verlangt eine Anmeldung, verlierst du Aufmerksamkeit, bevor du überhaupt gezeigt hast, was du kannst. Schicke im Pitch zusätzlich den direkten Link zu deinem besten Video mit.
Was gehört neben die Videos auf die Seite?
Neben die Videos gehören fünf Bausteine: Kurzvorstellung, Nische, Paketübersicht, Referenzen und Kontakt. Mehr braucht ein Einsteiger-Portfolio nicht.
- Kurzvorstellung in zwei bis drei Sätzen. Zum Beispiel: „Ich bin [Name], UGC Creatorin für [Nische]. Ich liefere hochkantige Produktvideos mit Hook, Schnitt und Untertiteln – bereit für Reels, TikTok und Anzeigen.“
- Nische oder Themen. Nenne ein bis drei Bereiche, in denen du glaubwürdig bist, zum Beispiel Hautpflege, Haushalt oder Mama-Alltag. Eine Nische schließt andere nicht aus, sie macht dich merkbar.
- Paketübersicht. Zeige zwei bis drei Pakete und was jeweils enthalten ist: Anzahl der Videos, Schnitt, Untertitel, Rohmaterial, Revisionsrunden, Nutzungsrechte. Preise kannst du als „ab“-Preis nennen oder „auf Anfrage“ lassen. Ein Ab-Preis spart dir unpassende Anfragen, „auf Anfrage“ lässt dir Spielraum, weil Nutzungsrechte den Preis stark beeinflussen. Typische Spannen findest du unter UGC Creator Verdienst; in unserer Erfahrung liegen sie bei 150–500 € pro Video, und du legst deine Preise selbst fest.
- Referenzen und Stimmen. Erst, wenn es sie gibt, und nur mit Erlaubnis der Person oder Marke.
- Kontakt. Eine E-Mail-Adresse und dein Instagram-Profil. Wer eine Website betreibt, braucht in Deutschland außerdem Impressum und Datenschutzerklärung – ein Grund, mit einer einfachen Seite zu starten.
Häufige Fehler im UGC Portfolio
Die meisten Portfolios scheitern nicht an der Technik, sondern an der Auswahl. Diese Fehler sehen wir immer wieder:
- Sechs Videos desselben Typs statt einer Mischung aus Formaten.
- Videos, die wie Werbespots wirken: perfekt ausgeleuchtet, aber ohne Alltag. UGC lebt von Natürlichkeit.
- Schlechter Ton, obwohl das Bild gut aussieht.
- Kein Hook: Das Video beginnt mit „Hallo, heute zeige ich euch …“.
- Beispiele, die nicht gekennzeichnet sind, und Beispiele für Marken, die so tun, als wären sie bezahlte Aufträge.
- Ein Link, der nicht lädt, eine Anmeldung verlangt oder auf dem Handy kaputt aussieht.
- Gar keine Preise und keine Pakete – dann müssen Marken raten, was du anbietest.
- Alte, schwächere Videos, die nie ausgetauscht werden.
Checkliste zum Kopieren
Kopiere diese Liste und hake sie ab, bevor du das erste Mal pitchst:
- ☐ Drei bis sechs Beispielvideos in mindestens drei Formaten
- ☐ Bestes Video steht an erster Stelle
- ☐ Jedes Video: Hook in den ersten Sekunden, Problem, Produkt, Beweis, Aufforderung
- ☐ Hochformat 9:16, Untertitel, sauberer Ton
- ☐ Jedes Beispiel ist ehrlich gekennzeichnet
- ☐ Kurzvorstellung in zwei bis drei Sätzen
- ☐ Nische benannt
- ☐ Zwei bis drei Pakete mit klarem Leistungsumfang
- ☐ Kontakt-E-Mail und Instagram-Profil
- ☐ Link getestet: privates Fenster, fremdes Handy
- ☐ Erlaubnis zur Veröffentlichung bei allen Auftrags- und Tauschvideos geklärt
Zwei Erfahrungsberichte: Portfolio und erste Pitches
Eine Art Direktorin aus der Werbung sagt, am meisten habe ihr Struktur geholfen. Ihre Ausgangsfragen waren genau die, die auch du dir stellst:
Wo fange ich überhaupt an? Wie baue ich mein Portfolio auf? Wie pitche ich? Welche Preise kann ich überhaupt verlangen?
Nach ihrer Aussage hatte sie nach drei Tagen Pitchen ihren ersten bezahlten Deal. Sie brachte viele Jahre Erfahrung in Konzeption, Content und Schnitt mit; nicht jede startet auf diesem Niveau. Die Geschichte findest du ausführlicher unter Art Direktorin: erste Deals.
Eine Mama sagt, sie habe ein eigenes UGC-Portfolio aufgebaut, erste Kooperationen umgesetzt und arbeite mittlerweile sogar beruflich im Social Media Management. Ihr Ziel war nicht, die Welt zu bereisen, sondern etwas aufzubauen, das zu ihrem Alltag passt.
Unsere Einordnung: Beide beschreiben nicht Equipment oder Perfektion, sondern Struktur und Umsetzung. Das ist die Richtung dieses Ratgebers. Das sind Berichte einzelner Frauen. Ergebnisse unterscheiden sich von Frau zu Frau; eine Garantie für ein bestimmtes Einkommen gibt es nicht.
Portfolio für Social Media Management: das Case-Study-Format
Ein Social Media Manager Portfolio besteht aus Fallbeispielen statt aus Einzelvideos. Jedes Fallbeispiel beantwortet vier Fragen: Wo stand der Kanal? Was hast du getan? Was hat sich verändert? Was war dein Anteil?
| Baustein | Inhalt | Beispiel |
|---|---|---|
| Ausgangslage | Kanal, Ziel, Zielgruppe | „Instagram-Kanal einer lokalen Marke, Ziel: mehr Anfragen“ |
| Maßnahmen | Content-Säulen, Rhythmus, Formate | „Drei Content-Säulen, drei Reels pro Woche“ |
| Ergebnis | Nur echte Zahlen, mit Erlaubnis der Kundin | Reichweite, Follower, Anfragen |
| Dein Anteil | Was genau war deine Aufgabe? | Planung, Produktion, Antworten auf Kommentare |
Das Beispiel in der Tabelle ist ein Muster, kein echter Fall. Ein echtes Referenzergebnis aus unserem Umfeld: Olivia betreut als Social Media Managerin Kundinnen und Kunden; bei Nina Rugel stieg die Instagram-Reichweite von rund 10.000 auf 117.000 Follower. Das ist ihre Referenz, keine Erwartung an dich. Eine Zahl ohne Kontext überzeugt außerdem wenig – nenne immer, was dein Beitrag war.
Hast du noch keine Kundin, zeigst du einen eigenen Test-Account oder ein Konzept für eine Wunschmarke, zum Beispiel einen Content-Plan für vier Wochen, und kennzeichnest beides klar. Der Weg zum Beruf steht in Social Media Managerin werden, die Selbstständigkeit in Social Media Manager selbstständig. Wie UGC und Betreuung zusammenpassen, erklärt UGC und Social Media Management.
So geht es nach dem Portfolio weiter
Mit dem Portfolio bist du bereit für die ersten Pitches. Als Nächstes brauchst du eine Liste von Marken, einen kurzen Pitch und ein Angebot mit Preis und Nutzungsrechten. Das erklärt UGC Aufträge finden. Wenn der erste Auftrag ansteht, lohnt sich der Blick auf UGC Gewerbe anmelden.
Wenn du dein Portfolio nicht allein bauen willst: Bei der OM Creator Academy gibt es Feedback auf jedes Video, Live-Calls mit Olivia und eine Bibliothek mit 152 Arbeitsanleitungen zu UGC und Social Media Management. „Ist mein Video gut genug?“ geht an Olivia, „Was darf ich dafür verlangen?“ an Simon. Ob das zu dir passt, klärt die Potenzialanalyse.
Häufige Fragen
Wie viele Videos brauche ich für ein UGC Portfolio?
Drei bis sechs Beispielvideos genügen. Starte mit drei in unterschiedlichen Formaten, zum Beispiel einem Sprech-Video, einem Zeige-Video ohne Gesicht und einem Problem-Lösung-Video. Baue danach auf höchstens sechs aus, wenn du bessere Beispiele hast als die schwächsten drei. Mehr Videos machen ein Portfolio nicht stärker, sondern oft nur unübersichtlicher.
Kann ich ein UGC Portfolio ohne Erfahrung und ohne Kundinnen erstellen?
Ja. Du drehst Produkte aus deinem Haushalt und Beispielvideos für Wunschmarken und kennzeichnest sie ehrlich als Beispiele ohne Auftrag. Marken schauen vor allem auf das Video selbst: Hook, Ton, Licht und Natürlichkeit. Eine Garantie auf Aufträge ergibt sich daraus nicht; sie hängen vor allem davon ab, wie viele passende Marken du ansprichst.
Brauche ich eine eigene Website für mein UGC Portfolio?
Nein. Eine einzelne Seite in Notion oder Canva oder ein sauber benannter Drive-Ordner reicht für den Start. Wichtig ist, dass der Link auf dem Handy ohne Anmeldung lädt. Eine eigene Website lohnt sich erst, wenn du regelmäßig Aufträge hast; dann brauchst du in Deutschland außerdem Impressum und Datenschutzerklärung.
Reicht ein UGC Portfolio in Canva?
Ja, wenn die Seite auf dem Handy gut aussieht, die Videos zuverlässig laden und Kontakt sowie Pakete schnell zu finden sind. Prüfe den Link vor dem Versand in einem privaten Browserfenster und auf einem fremden Handy. Welche Funktionen dein Canva-Tarif für Websites enthält, schaust du am besten direkt bei Canva nach, weil sich Tarife ändern.
Darf ich Videos für Marken drehen, die mich nicht beauftragt haben?
Beispielvideos mit Produkten, die du besitzt und benutzt, sind üblich – wichtig ist die klare Kennzeichnung als Beispiel ohne Auftrag. Erfinde keine Aussagen und behaupte nicht, für die Marke zu arbeiten. Bittet die Marke dich, das Video zu entfernen, nimm es heraus. Ob etwas im Einzelfall rechtlich passt, klärst du bei Unsicherheit mit einer Anwältin oder einem Anwalt.
Was gehört in ein Social-Media-Manager-Portfolio?
Fallbeispiele statt Einzelvideos: Ausgangslage, deine Maßnahmen, Ergebnis und dein Anteil daran. Zahlen nennst du nur, wenn sie echt sind und die Kundin zustimmt. Ohne Kundin zeigst du einen eigenen Test-Account oder ein Konzept für eine Wunschmarke, deutlich gekennzeichnet. Ergänze eine Kurzvorstellung, dein Leistungsangebot und einen Kontaktweg.
Sollen im UGC Portfolio Preise stehen?
Beides geht. Ein Ab-Preis spart dir Anfragen, die nicht passen. „Auf Anfrage“ lässt dir Spielraum, weil der Preis stark von den Nutzungsrechten abhängt. Entscheidend ist, dass du deine Preise kennst. In unserer Erfahrung liegen typische Spannen bei 150–500 € pro UGC-Video; du legst deine eigenen Preise fest. Mehr dazu unter UGC Creator Verdienst.





