Inhalt dieser Seite
- Was ist UGC? Die Definition in zwei Sätzen
- Organischer und bezahlter UGC: Was ist der Unterschied?
- Welche Arten von UGC gibt es?
- UGC Beispiele: So sieht UGC im Alltag aus
- Wo wird UGC eingesetzt?
- Warum setzen Marken auf UGC?
- Wer macht UGC?
- Was gehört in ein UGC-Paket?
- Was ist UGC auf Instagram und TikTok?
- Woran erkennst du gutes UGC?
- UGC oder Influencer-Marketing?
- Wie wirst du UGC Creatorin?
- Häufige Fragen
- Quellen
UGC steht für User Generated Content, übersetzt: von Nutzerinnen erstellte Inhalte. Gemeint sind Videos, Fotos, Bewertungen und Texte, die nicht die Marke selbst produziert, sondern Menschen, die ein Produkt benutzen oder vorstellen. Im Marketing sind das heute vor allem Kurzvideos, die Marken auf Instagram, auf TikTok, in Anzeigen oder im Onlineshop einsetzen.
Der Reiz für Marken ist einfach: Ein Video, in dem eine Person ein Produkt in die Hand nimmt und ehrlich darüber spricht, wirkt oft weniger wie ein Werbespot und mehr wie eine Empfehlung. Für dich als Leserin ist die Frage meist eine andere: Was machen diese Creatorinnen genau, und ist das etwas für mich?
Hier bekommst du eine klare Erklärung, eine Tabelle mit den wichtigsten UGC-Arten, Beispiele aus dem Alltag und Antworten auf Fragen wie: Wer besitzt die Rechte? Was ist der Unterschied zu Influencer-Marketing? Was gehört in ein UGC-Paket?
Was ist UGC? Die Definition in zwei Sätzen
UGC ist Inhalt, den Menschen außerhalb einer Marke erstellen und den die Marke zeigt oder nutzt. Das Wort sagt dabei nur, wer den Inhalt erstellt hat, nicht, in welchem Format er steckt.
Wörtlich heißt „User“ Nutzerin und „Generated“ erstellt. Ursprünglich war damit alles gemeint, was Menschen im Netz selbst veröffentlichen: Rezensionen, Fotos von Mahlzeiten, Fragen in Foren. Im Marketing hat sich die Bedeutung verengt. Wenn heute von UGC die Rede ist, geht es meist um Inhalte, die eine Marke gezielt bei Creatorinnen bestellt, damit sie wie ein ehrlicher Erfahrungsbericht wirken.
Organischer und bezahlter UGC: Was ist der Unterschied?
Organischer UGC entsteht ohne Auftrag, bezahlter UGC im Auftrag einer Marke. Für Marken sind beide wertvoll. Für dich als Creatorin ist nur der bezahlte relevant, weil du dort Preis, Umfang und Rechte vereinbarst.
| Merkmal | Organischer UGC | Bezahlter UGC |
|---|---|---|
| Wer erstellt ihn? | Kundinnen und Fans aus eigenem Antrieb | Creatorinnen im Auftrag einer Marke |
| Wer bestimmt den Inhalt? | Die Person selbst | Brief der Marke und Skript der Creatorin |
| Bezahlung | Meist keine, höchstens ein Produkt | Vereinbarte Vergütung |
| Rechte | In der Regel braucht die Marke die Erlaubnis, bevor sie den Beitrag weiterverwendet | Nutzungsrechte sind im Auftrag geregelt |
| Kontrolle für die Marke | Gering | Hoch: Format, Hook, Lieferzeit, Überarbeitung |
| Typisches Beispiel | Foto einer Kundin mit dem Produkt, das die Marke repostet | Drei Videos mit unterschiedlichen Einstiegen für eine Anzeigenkampagne |
Welche Arten von UGC gibt es?
Es gibt sieben Arten, die in der Praxis ständig vorkommen. Die meisten Aufträge sind eine Mischung daraus. Die Tabelle zeigt, was dahintersteckt und wofür Marken sie nutzen.
| Typ | Beispielsituation | Wofür Marken ihn nutzen | Anzeige oder organisch |
|---|---|---|---|
| Produktvideo | Eine Creatorin nimmt eine Handcreme in die Hand, benutzt sie und beschreibt, wie sie sich anfühlt | Produktseite, Feed, Kampagne | Beides |
| Unboxing | Ein Paket wird ausgepackt, erster Eindruck und Verpackung werden kommentiert | Neuheiten, Boxen, erster Kontakt mit dem Produkt | Eher organisch, in Anzeigen möglich |
| Testimonial oder Review-Stil | Nach einer Woche erzählt eine Creatorin, was sie vorher gestört hat und was sich geändert hat | Vertrauen aufbauen (Social Proof) | Oft in Anzeigen |
| Tutorial oder How-to | Schritt für Schritt wird gezeigt, wie ein Küchengerät benutzt wird | Erklärungsbedürftige Produkte | Beides |
| Problem-Lösung | Das Video beginnt mit dem Ärgernis („Mein Pfannenboden brennt ständig an“) und zeigt dann die Lösung | Anzeigen, die in den ersten Sekunden Aufmerksamkeit holen sollen | Oft in Anzeigen |
| Statisches Foto | Produkt im Alltag, in der Hand oder auf dem Tisch | Produktseite, Newsletter, Posts | Beides |
| Hook-Varianten | Dasselbe Video mit unterschiedlichen ersten Sekunden | Testen, welcher Einstieg besser ankommt | Vor allem Anzeigen |
Die Angaben zur Nutzung sind Faustregeln. Jede Marke entscheidet selbst, wo sie ein Video einsetzt.
UGC Beispiele: So sieht UGC im Alltag aus
Die folgenden vier Szenen sind frei gewählte Beispiele zur Veranschaulichung, keine realen Aufträge. Sie zeigen, wie nah UGC an einem normalen Handyvideo ist, und wo trotzdem Können drinsteckt.

Beispiel 1: Die Handcreme
Eine Creatorin sitzt am Fenster, hält die Handcreme in die Kamera und sagt in einem Satz, warum sie sie benutzt. Sie cremt sich die Hände ein, zeigt die Konsistenz, nennt einen Vorteil und einen Nachteil und endet mit einer klaren Aufforderung. Das Video dauert nicht lang und braucht kein Studio. Entscheidend sind die ersten Sekunden und ein ehrlicher Ton.

Beispiel 2: Das Paket
Eine andere Creatorin bekommt ein Testpaket der Marke. Sie filmt das Auspacken in einem Take, zeigt Verpackung und Inhalt und sagt, was ihr beim ersten Anfassen auffällt. Solche Videos funktionieren, weil die Zuschauerin den ersten Moment mit dem Produkt miterlebt.
Beispiel 3: Der Küchenhelfer
Ein Tutorial erklärt in drei Schritten, wie ein Gerät funktioniert. Hier zählt, dass jede Handbewegung zu sehen ist und der Ton klar ist. Die Marke kann das Video auf der Produktseite einbinden, um häufige Fragen vor dem Kauf zu beantworten.
Beispiel 4: Dieselbe Szene, drei Einstiege
Eine Creatorin dreht denselben Inhalt dreimal, aber mit drei verschiedenen ersten Sätzen: einer Frage, einer Behauptung und einem Ärgernis. Die Marke schaltet die drei Varianten als Anzeigen und sieht, welcher Einstieg besser ankommt. So wird aus einem Dreh mehrere nutzbare Videos. Die Fachbegriffe findest du im Glossar.
Wo wird UGC eingesetzt?
Marken setzen UGC dort ein, wo Vertrauen und Aufmerksamkeit zählen: in bezahlten Anzeigen, auf der Produktseite, im Newsletter und in ihren eigenen Social-Media-Kanälen. Oft landet ein Video an mehreren Stellen.
- Paid Social: Das Video läuft als Anzeige auf Instagram, TikTok oder Facebook. Marken können dafür Creator-Beiträge direkt als Anzeige schalten: bei Instagram als Partnership Ads, bei TikTok als Spark Ads.
- Produktseiten: Ein kurzes Video zeigt das Produkt in Benutzung und beantwortet Fragen vor dem Kauf.
- E-Mail und Newsletter: Einzelne Szenen oder Fotos lockern Mails auf und zeigen echte Menschen.
- Eigene Kanäle der Marke: Die Marke postet das Video auf ihrem Account und ist damit die Absenderin.
- Social Proof auf Landingpages: Kurze Clips mit Erfahrungsberichten stützen die Aussage der Seite.
Warum setzen Marken auf UGC?
Marken setzen auf UGC, weil Videos von Menschen, die wie Nutzerinnen sprechen, glaubwürdiger wirken können als Studioproduktionen, und weil sie viele Varianten testen können. Das sind Gründe, die wir aus der Praxis kennen, keine Studienergebnisse.
- Glaubwürdigkeit: Ein Satz wie „Ich benutze das seit zwei Wochen“ klingt anders als ein Slogan.
- Weniger Produktionsaufwand: Ein Smartphone-Video braucht in der Regel keine Crew und kein Set.
- Viele Varianten: Marken können mehrere Hooks, Stimmen und Gesichter testen.
- Nähe zur Zielgruppe: Unterschiedliche Creatorinnen sprechen unterschiedliche Zielgruppen an.
- Dauerhaft Nachschub: Kurzvideos brauchen ständig neuen Content. Laut einer Metricool-Kurzvideo-Studie ist die Zahl veröffentlichter Reels, Shorts und TikToks um über 70 % gestiegen, die Zahl aktiver Accounts um rund 50 %. Unsere Einordnung: Wer in diesem Strom auffallen will, braucht regelmäßig frischen Content.
UGC ist aber kein Allheilmittel. Die Qualität schwankt, Rechte müssen geklärt sein, und ein schwacher Hook rettet auch kein gutes Produkt. Mehr zu aktuellen Entwicklungen findest du bei UGC Trends 2026.
Wer macht UGC?
UGC machen Kundinnen aus Überzeugung und Creatorinnen im Auftrag. Beide erstellen Inhalte über Produkte, aber nur die zweite Gruppe arbeitet professionell dafür und wird bezahlt.
Bezahlte UGC Creatorinnen sind selbstständig tätig und werden pro Video oder Paket bezahlt. Sie brauchen keine eigene Reichweite, weil nicht ihr Profil, sondern ihr Content gekauft wird. Warum das so ist, steht in UGC ohne Follower und ohne Gesicht. Wie du selbst einsteigst, beschreibt UGC Creator werden.
Was gehört in ein UGC-Paket?
Ein UGC-Paket besteht aus dem Material selbst, dem Umfang der Bearbeitung und den Rechten, die die Marke bekommt. Gerade die Nutzungsrechte werden von Einsteigerinnen oft vergessen, obwohl sie den Preis stark beeinflussen.
| Bestandteil | Was es bedeutet | Warum es den Preis verändert |
|---|---|---|
| Rohmaterial | Unbearbeitete Aufnahmen | Weniger Arbeit für dich, die Marke schneidet selbst |
| Schnitt | Fertig geschnittenes Video mit Untertiteln und Ton | Mehr Arbeit, mehr Wert für die Marke |
| Skript und Hook | Idee, Ablauf und erste Sekunden | Konzeptarbeit steckt im Preis |
| Nutzungsrechte | Wo und wie lange die Marke das Video nutzen darf, auch in Anzeigen | Mehr Einsatz bedeutet mehr Wert, also höheren Preis |
| Überarbeitung | Wie viele Änderungsrunden enthalten sind | Mehr Runden bedeuten mehr Aufwand |
| Lieferzeit | Bis wann du abgibst | Kurze Fristen sind Mehraufwand |
Ein Beispiel dafür, wie unterschiedlich Pakete aussehen können: Olivia erzählt im Video von einer Creatorin, die 825 € für drei Videos genommen hat, und zwar nur als Rohmaterial ohne Schnitt. Eine andere Creatorin hat nach ihrer Aussage ihre Preise von 150 € auf knapp 330 € pro Video erhöht. Das sind Einzelfälle.
Das sind Berichte einzelner Frauen. Ergebnisse unterscheiden sich von Frau zu Frau; eine Garantie für ein bestimmtes Einkommen gibt es nicht. Typische Preisspannen und ihre Gründe stehen in UGC Creator Verdienst. Wie du Rechnung und Vertrag aufsetzt, beschreibt UGC Gewerbe anmelden.
Was ist UGC auf Instagram und TikTok?
Auf Instagram und TikTok ist UGC jeder Beitrag, der von Menschen statt von der Marke selbst stammt. Dabei gibt es drei typische Formen, die du auseinanderhalten solltest.
- Der Beitrag einer Kundin: Sie markiert die Marke, die Marke teilt den Beitrag mit Erlaubnis. Das ist organischer UGC.
- Das beauftragte Creator-Video auf dem Account der Marke: Die Creatorin liefert das Video, die Marke veröffentlicht es selbst und ist Absenderin.
- Der Creator-Beitrag als Anzeige: Die Marke schaltet den Beitrag als Werbung, bei Instagram als Partnership Ad, bei TikTok als Spark Ad. Je nach Aufbau erscheint dann dein Profilname als Absender, bezahlt wird die Anzeige von der Marke.
Beim dritten Fall ist die Abstimmung besonders wichtig, weil dein Name mit dem Beitrag verbunden bleibt. Das gehört in den Auftrag, mit Dauer, Kanälen und Vergütung. Wer auf dem eigenen Profil für eine Marke wirbt, muss das außerdem als Werbung kennzeichnen. Das Thema behandelt auch UGC vs. Influencer.
Woran erkennst du gutes UGC?
Gutes UGC erkennst du daran, dass es in den ersten Sekunden Interesse weckt, natürlich klingt und das Produkt in Benutzung zeigt. Mit diesen fünf Merkmalen kannst du Videos selbst einordnen:
- Ein starker Hook: Der erste Satz oder die erste Szene macht neugierig oder benennt ein Problem.
- Ein echter Ton: Die Stimme ist klar, es gibt keinen Hall, und die Creatorin spricht, wie sie auch im Alltag spricht.
- Das Produkt in Aktion: Man sieht, was es tut, nicht nur, wie es aussieht.
- Ein Gedanke pro Video: Ein Nutzen, eine Szene, keine Aufzählung von zehn Eigenschaften.
- Ein klarer nächster Schritt: Am Ende steht ein Call to Action, der zur Marke passt.
UGC oder Influencer-Marketing?
Influencer verkaufen Reichweite, UGC Creatorinnen verkaufen Content. Bei UGC veröffentlicht meist die Marke das Video, bei Influencer-Marketing die Person auf ihrem eigenen Kanal. Die Tabelle mit allen Unterschieden und eine Entscheidungshilfe findest du unter UGC vs. Influencer.
Wie wirst du UGC Creatorin?
Du wirst UGC Creatorin, indem du Beispielvideos drehst, Marken ansprichst und die ersten Aufträge sauber abwickelst. Eine staatlich anerkannte Ausbildung gibt es dafür nicht. Der komplette Weg mit Schritten und Zeitrahmen steht in UGC Creator werden. Wenn du die Fachbegriffe nachschlagen willst, hilft dir das Glossar.
Häufige Fragen
Was bedeutet UGC?
UGC bedeutet User Generated Content, auf Deutsch: von Nutzerinnen erstellte Inhalte. Gemeint sind Videos, Fotos, Bewertungen und Texte, die Menschen statt einer Marke erstellen. Im Marketing sind das meist Kurzvideos von Creatorinnen, die eine Marke beauftragt und auf ihren Kanälen oder in Anzeigen einsetzt.
Was ist ein UGC Creator?
Ein UGC Creator, in der weiblichen Form eine UGC Creatorin, erstellt Videos und Fotos im Auftrag von Marken. Sie schreibt das Skript, dreht meist mit dem Smartphone, schneidet das Material und liefert es ab. Die Marke veröffentlicht den Content selbst oder nutzt ihn in Anzeigen. Du brauchst dafür keine eigenen Follower.
Ist UGC dasselbe wie Influencer-Marketing?
Nein. Bei Influencer-Marketing verkauft eine Person ihre Reichweite und veröffentlicht den Beitrag auf ihrem eigenen Kanal. Bei UGC liefert eine Creatorin Content, den die Marke meist selbst veröffentlicht. Es gibt Mischformen, etwa wenn Marken Creator-Beiträge als Partnership Ads oder Spark Ads schalten. Details in UGC vs. Influencer.
Was ist UGC auf Instagram?
Auf Instagram ist UGC jeder Beitrag von Menschen statt von der Marke: das Foto einer Kundin, das die Marke teilt, ein beauftragtes Creator-Video auf dem Marken-Account oder ein Creator-Beitrag, den die Marke als Partnership Ad bewirbt. Wichtig ist, dass vorher geklärt ist, wer das Material wie nutzen darf.
Wem gehören die Rechte an einem UGC-Video?
In der Regel bleibt das Urheberrecht bei der Person, die das Video erstellt hat. Die Marke bekommt Nutzungsrechte, die im Auftrag festgelegt werden: Dauer, Kanäle und ob das Video auch als Anzeige laufen darf. Was in einen Vertrag gehört, steht in UGC Gewerbe anmelden. Das ist keine Rechtsberatung.
Muss UGC als Werbung gekennzeichnet werden?
Wenn du auf deinem eigenen Profil für eine Marke wirbst, muss das als Werbung erkennbar sein. Das regeln Wettbewerbs- und Medienrecht. Veröffentlicht die Marke das Video selbst auf ihrem Kanal, ist sie als Absenderin klar. Im Zweifel klärst du die Kennzeichnung vorab mit der Marke und gegebenenfalls einer Rechtsberatung.
Wie viel kostet ein UGC-Video?
In unserer Erfahrung liegen typische Preise bei 150–500 € pro Video. Das ist eine Marktspanne, keine Garantie. Im Netz findest du Angaben von 50 € bis 1.000 €, weil Nutzungsrechte, Schnitt und Erfahrung den Preis stark verändern. Die Gründe und eine Tabelle stehen in UGC Creator Verdienst.





